1. Einführung: Website erstellen lassen, günstig und ohne Falle
19 Euro im Monat. Mehr verlangt das günstigste Angebot unserer Juli-Stichprobe nicht für eine komplette Firmen-Website. Wir haben elf solcher Budget-Angebote geprüft. Eine andere Zahl wiegt schwerer. Nur 3 von 11 Anbietern beantworten auf ihrer Angebotsseite die Frage, wem die Website am Ende eigentlich gehört. Genau dort entscheidet sich, ob günstig wirklich günstig ist.
Auf einen Blick
- 9 von 11 geprüften Budget-Angeboten für Website-Erstellung sind Mietmodelle mit monatlicher Zahlung statt Einmalpreis (Kreativschock-Stichprobe, Juli 2026).
- Nur 3 von 11 Angebotsseiten klären, wem die Website gehört oder was bei Kündigung mit ihr passiert (Kreativschock-Stichprobe, Juli 2026).
- Die Monatsmieten der Stichprobe liegen zwischen 19 und 79 Euro. Schon 29 Euro im Monat summieren sich in drei Jahren auf 1.044 Euro (Kreativschock-Stichprobe, Juli 2026).
- Eine individuell programmierte Website beginnt laut der KfW-geförderten Gründerplattform bei circa 10.000 Euro (Gründerplattform).
Eine Website günstig erstellen lassen heißt: Sie beauftragen einen Dienstleister mit einem beworbenen Einstiegspreis unter 1.000 Euro oder einer niedrigen Monatsmiete. Realistisch sind dafür Vorlagen-basierte Websites mit wenigen Unterseiten. Entscheidend sind drei Punkte: Eigentum an der Website, bezifferte laufende Kosten und ein klar definierter Leistungsumfang.
Ob Sie eine Homepage erstellen lassen oder selbst bauen: Dieser Beitrag zeigt die drei realistischen Wege, rechnet die Gesamtkosten über drei Jahre vor und erklärt, woran Sie einen echten Festpreis erkennen. Als Webdesign-Agentur in Göttingen beraten wir seit über 15 Jahren KMU, Selbstständige und Vereine bei genau dieser Abwägung.
2. Drei Wege zur günstigen Website im Schnellüberblick
Die Erstellung einer Website ist eine Investition, auch bei einer neuen Website mit kleinem Budget. Drei Optionen stehen zur Wahl. Entscheidend ist, was Sie mit der Website erreichen wollen und welche Art von Website dazu passt.
| Kriterium | Baukasten (selbst) | Budget-Anbieter | Regionale Agentur |
| Einstiegskosten | 0 bis wenige Euro/Monat | ab 399 Euro einmalig oder 19–79 Euro/Monat | meist ab 1.500 Euro |
| Ihre Arbeitszeit | hoch (Design, Texte, Technik) | gering bis mittel | gering |
| Eigentum | Inhalte ja, Plattform nein | bei Miete oft unklar | vollständig bei Ihnen |
| Individuell | Design-Vorlagen | Design-Vorlagen, leicht angepasst | individuell nach Bedarf |
| SEO und Ausbau | begrenzt | selten inklusive | planbar, erweiterbar |
Die Tabelle zeigt das Muster: Je weniger Sie zahlen, desto mehr übernehmen Sie selbst. Je individueller die Lösung, desto höher der Preis.
Kurz zusammengefasst: Günstig eine Website erstellen zu lassen funktioniert über drei Wege: Baukasten in Eigenregie (fast kostenlos, aber zeitintensiv), Budget-Anbieter mit Festpreis oder Monatsmiete (ab 399 Euro einmalig bzw. 19 bis 79 Euro monatlich) oder eine regionale Agentur mit definiertem Paket. Die Unterschiede liegen bei Eigentum, Folgekosten und Erweiterbarkeit.
3. Weg A: Website selbst erstellen mit Baukasten, allein oder mit Profi
Erstellen lassen oder lieber selbst bauen? Der billigste Weg bleibt Eigenregie. Bei Anbietern wie Jimdo, Wix oder Strato erhalten Sie Design-Vorlagen, Hosting und Domain aus einer Hand, teils mit kostenlosem Einstiegspaket. Die KfW-geförderte Gründerplattform bringt es auf den Punkt: „Wenn du deine Website selbst erstellst, kostet sie nichts bis zu ein paar wenigen Euros im Monat.“ Der Nachsatz dort ist genauso wichtig. Sie kostet am Ende fast nur Ihre Zeit.
Und Zeit ist der Punkt, an dem viele Unternehmen die Rechnung falsch aufmachen.
Beim Erstellen einer Website in Eigenregie wird der Aufwand gern unterschätzt: Wer zum ersten Mal ein Content-Management-System bedient, benötigt für Startseite, Texte, Bilder und Rechtstexte schnell mehrere Wochenenden. Baukästen eignen sich für Unternehmen, die diese Zeit haben und klein starten wollen. Was Gratis-Tarife verschweigen, zeigt unser Beitrag über Gratis Baukästen und ihre Grenzen.
3.1 Der unterschätzte Mittelweg: Baukasten mit Agentur-Begleitung
Eine Variante nennt kaum ein Ratgeber: eine Website auf Basis von Baukasten oder WordPress, bei der nur die kritischen Stellen vom Profi kommen. Struktur, Startseite und Website Design entstehen in wenigen bezahlten Stunden. Die Pflege übernehmen Sie selbst. Das ist wie eine Selbstbau-Küche mit Profi-Monteur. Sie sparen den Großteil der Kosten. Die Arbeitsplatte sitzt trotzdem gerade.
Reicht das Geld nicht, um die komplette Website vom Profi erstellen zu lassen, ist das für Vereine und Selbstständige oft die effizienteste Lösung: ein Erstgespräch, ein halber Beratungstag, danach ein Auftritt, den Sie selbst erweitern. Auch eine Vereinshomepage lässt sich so mit wenigen hundert Euro professionell aufsetzen.
Website selbst erstellen kostet fast kein Geld, aber viel Zeit und liefert Vorlagen statt individueller Gestaltung. Der Mittelweg, Baukasten plus punktuelle Profi-Begleitung, verbindet niedrige Kosten mit sauberer Struktur. Er passt zu allen, die die Pflege ihrer Website selbst übernehmen wollen.
4. Weg B: Budget Anbieter, Website zum Festpreis oder zur Miete
Googeln Sie nach einer preiswerten Website, finden Sie Angebote „bereits ab“ 399 Euro einmalig oder ab 19 Euro Monatsmiete. Was steckt hinter diesen Zahlen? Wir haben im Juli 2026 zwölf deutschlandweite Budget-Angebote angefragt und elf messbar geprüft: sichtbarer Preis, Abrechnungsmodell, bezifferte Laufzeit- und Folgekosten, Eigentumsfrage.
Das Ergebnis: 9 von 11 Angeboten sind Mietmodelle. Nur 6 von 11 weisen Vertragslaufzeit oder Kosten nach dem ersten Jahr klar aus. Und nur 3 von 11 beantworten die Frage, wem die Website gehört oder was bei Kündigung mit ihr passiert.
4.1 Die Drei-Jahres-Rechnung, die kein Anbieter zeigt
Rechnen wir nach. Die Monatsmieten unserer Stichprobe liegen zwischen 19 und 79 Euro, drei Anbieter nennen 36 Monate Mindestlaufzeit. Monatliche Kosten von 19 Euro summieren sich über diese drei Jahre auf 684 Euro, 29 Euro auf 1.044 Euro, der mittlere Mietpreis von 45 Euro auf 1.620 Euro und 79 Euro auf 2.844 Euro. Jede Monatsmiete über 28 Euro überschreitet binnen drei Jahren die Marke von 1.000 Euro.
Eine Website mieten ist damit wie ein Leasingwagen ohne Kaufoption. Sie zahlen jahrelang zuverlässig. Den Schlüssel geben Sie am Ende trotzdem ab. Ein Anbieter unserer Stichprobe formuliert es in seinen FAQ selbst: Nach Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht an der Website. Kündigen Sie, ist der Auftritt weg. Samt Inhalten, Struktur und Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
4.2 Was die meisten Ratgeber übersehen
Die meisten Ratgeber ziehen die Grenze beim Erstellungspreis. Unter 1.000 Euro sei keine professionelle Website zu bekommen. Unsere Position: Die Grenze verläuft woanders. Entscheidend sind Eigentum und die Gesamtkosten über drei Jahre. Ein sauberes 800-Euro-Projekt mit definiertem Umfang kann seriöser sein als ein Mietvertrag, der über die Laufzeit das Doppelte kostet und Ihnen am Ende nichts hinterlässt. Beleg: unsere Stichprobe oben, in der 8 von 11 Angebotsseiten genau diese Eigentumsfrage offenlassen.
Versteckte Kosten sind selten böser Wille, sondern fehlende Definition. Zum Umfang seriöser Angebote gehören Unterseiten-Anzahl, Textumfang, Änderungswünsche und Zusatzleistungen samt Preis. Fehlt eine Angabe, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben. Welche Preisspannen üblich sind, zeigt unser Überblick zu realistischen Preisspannen.
Kurz zusammengefasst: Budget-Anbieter liefern Websites ab 399 Euro einmalig oder ab 19 Euro Monatsmiete. In unserer Juli-Stichprobe sind 9 von 11 Angeboten Mietmodelle, nur 3 von 11 klären das Eigentum. Über drei Jahre kostet schon eine 29-Euro-Miete 1.044 Euro. Prüfen Sie deshalb Eigentum, Laufzeit und Folgekosten vor dem Preis.
Ihre Website zum planbaren Festpreis
- Festpreis mit definiertem Umfang statt „ab“-Preis
- Website und Inhalte gehören vollständig Ihnen
- Laufende Kosten vor Projektstart beziffert
- Persönlicher Ansprechpartner in Göttingen
5. Weg C: Professionelles Webdesign von Agentur oder Webdesigner
Wer eine professionelle Website erstellen lassen will, landet ab etwa 1.500 Euro bei Webdesignern und kleinen Agenturen. Dafür erhalten Sie eine suchmaschinenoptimierte Website mit eigener Struktur, meist eine Website mit WordPress oder einem vergleichbaren CMS. Nach oben ist die Skala offen. Die Gründerplattform der KfW nennt als Referenz: „Die Kosten für eine individuell programmierte Website beginnen bei ca. 10.000 €.“ Dazwischen liegt der Markt, in dem die meisten KMU fündig werden.
Warum überhaupt mehr ausgeben als nötig?
Weil Ihre Website Vertrauen aufbauen muss, bevor sie neue Kunden bringt. Jeder Besucher ist potenziell Ihr nächster Auftrag. UX-Expertin Aurora Harley von der Nielsen Norman Group schreibt: „The first step to garnering trust is to make your site appear legitimate and professional.“ Auf Deutsch: Der erste Schritt, um Vertrauen zu gewinnen, besteht darin, die eigene Website seriös und professionell wirken zu lassen. Eine erkennbar billige Website spart am Anfang und kostet danach bei jedem Besucher.
In über 15 Jahren Webdesign-Praxis haben wir deshalb einen festen Grundsatz: Festpreis mit definiertem Leistungsumfang statt offener Stundensatz-Abrechnung. Was Ihre Website kostet, steht vor Projektstart fest, inklusive Unterseiten-Zahl und laufender Kosten. Viele unserer Kunden starten bewusst kompakt: wann ein Onepager reicht, haben wir separat beschrieben. Eine sauber erstellte Website lässt sich jederzeit erweitern, vom zusätzlichen Content bis zur Suchmaschinenoptimierung, die für besseres Ranking und mehr Klicks aus der Suche sorgen kann.
Die professionelle Umsetzung durch Webdesigner oder Agentur beginnt realistisch bei etwa 1.500 Euro, individuell programmierte Projekte starten laut Gründerplattform bei circa 10.000 Euro. Der Mehrwert liegt in Eigentum, individueller Gestaltung, Erweiterbarkeit und einem Auftritt, der Vertrauen aufbaut und damit Anfragen bringen kann.
6. Direkter Vergleich: Welche Option passt zu welchem Budget?
Mit welchen Kosten sollten Sie planen? Prüfen Sie jedes Angebot für Ihre Website genau. Die beste Option ist die, die zu Budget, Zeit und Wachstumsziel passt, nicht die mit der niedrigsten Zahl.
- Unter 500 Euro: Baukasten in Eigenregie, ideal mit einigen Stunden Profi-Begleitung für Struktur und Startseite. Ein Mietmodell lohnt sich hier nur, wenn Laufzeit, Kündigungsfolgen und Gesamtkosten schriftlich geklärt sind.
- 500 bis 1.000 Euro: Einfache Website vom Budget-Anbieter mit Einmalpreis, oder der Mittelweg mit Agentur-Begleitung. Achten Sie auf definierten Umfang: Unterseiten, Texte, Änderungswünsche, Fertigstellung.
- 1.500 bis 3.000 Euro: Regionale Agentur oder erfahrener Freelancer zum Festpreis. Hier bekommen Sie Eigentum, individuelle Beratung und eine Basis, die mit Ihrem Unternehmen mitwächst.
- Ab 3.000 Euro: Umfangreiche Projekte mit Konzept, professionellen Texten und SEO-Strategie. Jedes zusätzliche Feature wie Buchung oder Shop erhöht den Aufwand.
Ab 1.000 Euro erhalten Sie bei regionalen Anbietern meist schon eine solide, Vorlagen-basierte Lösung mit vollem Eigentum. Liefern Sie den Inhalt Ihrer Website selbst, senken Sie den Preis spürbar.
Bevor Sie Ihre Webseite erstellen lassen, verlangen Sie ein schriftliches Angebot mit allen Positionen. Seriöse Dienstleister kalkulieren transparent, nennen Referenzen und beziffern die Kosten für die Wartung, das Hosting und die Domain. Jede Website braucht regelmäßige Pflege. In unserer Juli-Stichprobe zu Festpreis-Angeboten lagen bezifferte Betriebskosten zwischen rund 48 und mehr als 500 Euro pro Jahr. Die Qualität der Website erkennen Sie nicht am Preis, sondern an Referenzen und definiertem Umfang.
Kurz gesagt: Das Budget bestimmt den Weg, die Transparenz den Anbieter.
7. Fazit: Günstig heißt planbar, nicht billig
Eine günstige Website ist kein Widerspruch zu Professionalität, wenn Sie die richtige Frage stellen. Nicht: Was kostet der Einstieg? Sondern: Was kostet die Website in drei Jahren, und wem gehört sie dann? Ein „ab“-Preis ist wie ein Flugticket ohne Gepäck. Er stimmt. Aber er beschreibt nicht die Reise.
Mit dieser Rechnung werden aus elf Angeboten schnell zwei oder drei seriöse Kandidaten. So finden Sie auch mit kleinem Budget die gewünschte Website.
Das Ziel ist ein konkreter Moment: Sie öffnen Ihre fertige Website, die Zugangsdaten liegen in Ihrem Postfach, die Domain läuft auf Ihren Namen, und die einzige Zahlung, die noch aussteht, kennen Sie seit dem Angebot. Diese Ruhe ist der eigentliche Unterschied zwischen günstig und billig.
8. Anhang: Checkliste vor der Beauftragung
- Eigentum: Gehören Website, Inhalte und Domain nach Zahlung vollständig Ihnen? Steht das im Angebot?
- Gesamtkosten: Einmalpreis plus laufende Kosten über 36 Monate gerechnet, nicht nur der Einstiegspreis.
- Leistungsumfang: Anzahl Unterseiten, Texterstellung, Logo, Fotos, Änderungswünsche und Termin der Fertigstellung schriftlich definiert.
- Laufzeit: Bei Mietmodellen Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Kündigungsfolgen klären.
- Technik: CMS-Zugang mit Admin-Rechten, DSGVO-Grundlagen, Impressum und Datenschutzerklärung inklusive?
- Referenzen: Mindestens drei echte, erreichbare Referenz-Websites des Anbieters ansehen.
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Häufige Fragen zur günstigen Website
Disclaimer: Alle genannten Preise, Zeitangaben und Marktbewertungen sind Erfahrungswerte aus der Agentur-Praxis beziehungsweise Ergebnisse einer eigenen Stichprobe. Sie können je nach Region, Anbieter und Projektumfang abweichen. Rechtsbindende Aussagen ersetzen keine fachjuristische Beratung.

