1. Einführung: Website zum Festpreis erstellen lassen
Festpreis klingt nach Ruhe. Eine Zahl, ein Vertrag, keine Überraschungen. Wir haben im Juli 16 Festpreis-Angebotsseiten geprüft: 15 nennen zwar einen Preis, aber nur 6 beziffern die laufenden Kosten, und 10 werben mit „ab“-Preisen. Das Wort allein schützt Ihr Budget nicht. Dieser Beitrag zeigt, worauf es ankommt, wenn Sie eine Website zum Festpreis erstellen lassen.
Auf einen Blick
- Nur 6 von 16 geprüften Festpreis-Angebotsseiten beziffern die laufenden Kosten ab dem zweiten Jahr (Kreativschock-Stichprobe, Juli 2026).
- 10 von 16 Anbietern werben mit „ab“-Preisen, obwohl ein „ab“-Preis kein Festpreis ist (Kreativschock-Stichprobe, Juli 2026).
- Freelancer berechnen im Schnitt 103 Euro pro Stunde, Design- und Kreativdienste 89 Euro (freelancermap, Freelancer-Kompass 2026).
- Rechtlich ist der Festpreis die vereinbarte Vergütung eines Werkvertrags: Bezahlt wird das definierte Werk, nicht die Arbeitszeit (§ 631 BGB).
Eine Festpreis Website ist ein Webdesign-Projekt, bei dem Gesamtpreis und Leistungsumfang vor dem Start verbindlich vereinbart werden. Der Anbieter trägt das Zeitrisiko: Dauert die Umsetzung länger, bleibt der Preis gleich, solange der vereinbarte Projektumfang unverändert bleibt. Das Gegenmodell ist die Abrechnung nach Stunden, bei der das Kostenrisiko beim Auftraggeber liegt.
Für KMU, Selbstständige und Vereine ist diese Frage keine Formalie. Sie entscheidet darüber, ob der neue Internetauftritt ein kalkulierbares Investment wird oder eine offene Rechnung. Welche Preisspannen dabei realistisch sind, zeigt unser Beitrag Website Kosten im Überblick. Hier geht es um die Vertragsfrage dahinter. Festpreis oder Stunden?
2. Festpreis und Stundensatz im Schnellüberblick
Wer eine Website erstellen lassen möchte, steht früh vor der Preisfrage. Der Unterschied lässt sich mit einem Restaurantbesuch erklären. Der Festpreis ist das Menü: Sie kennen Gänge und Endsumme, bevor Sie bestellen. Der Stundensatz ist der Fisch zum „Marktpreis“: Was am Ende auf der Rechnung steht, erfahren Sie erst nach dem Essen.
| Kriterium | Festpreis | Stundenbasis | Wichtig für Sie |
| Planungssicherheit | hoch | niedrig | Budget steht vor Projektstart |
| Kostenrisiko | beim Anbieter | beim Auftraggeber | Wer zahlt Mehraufwand? |
| Voraussetzung | definierter Leistungsumfang | flexible Aufgaben | Umfang schriftlich festhalten |
| Typischer Einsatz | neue Website, Relaunch | laufende Betreuung, Sonderwünsche | Modell zur Aufgabe wählen |
Kurz zusammengefasst: Ein Festpreis verlagert das Kostenrisiko auf den Anbieter und setzt einen klar definierten Projektumfang voraus. Die Stundenbasis passt für offene, laufende Aufgaben, macht aber den Gesamtpreis eines kompletten Website-Projekts schwer kalkulierbar. Für eine neue, individuell gestaltete Firmenwebsite mit festem Umfang ist der Festpreis deshalb meist die bessere Wahl.
3. Website zum Festpreis im Detail: Der Preis ist nur die halbe Wahrheit
Fast jeder Anbieter verspricht auf seiner Angebotsseite, transparent zu kalkulieren und keine versteckten Kosten zu berechnen. Unsere Stichprobe zeigt, wie groß die Lücke zwischen Versprechen und Angabe ist. Wir haben im Juli 2026 insgesamt 16 deutschsprachige Angebotsseiten für Webseiten zum Festpreis geprüft, gefunden über die Google-Suche nach einer Webseite zum Festpreis.
15 von 16 nennen einen konkreten Preis. Aber nur 6 von 16 beziffern die monatlichen oder jährlichen Folgekosten für Hosting, Domain oder Wartung. Nur 10 von 16 definieren den Leistungsumfang über eine Seitenzahl. Und 10 von 16 werben mit „ab“-Preisen.
Ein „ab“-Preis funktioniert wie ein Billigflug: Der beworbene Tarif gilt ohne Gepäck, ohne Sitzplatzwahl und ohne Umbuchung. Erst mit allem, was Sie tatsächlich benötigen, entsteht der echte Gesamtpreis.
Rechtlich ist die Sache klarer, als viele Angebotsseiten wirken. Eine Website Festpreis Vereinbarung ist im Kern ein Werkvertrag. § 631 BGB formuliert es so: „Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.” (Auf Englisch sinngemäß: “Under a contract to produce a work, the contractor is obliged to produce the promised work, the customer to pay the agreed remuneration.”)
Ob ein Anbieter Festpreis, Fixpreis oder Pauschalpreis sagt, spielt dabei keine Rolle. Das versprochene Werk ist der Dreh- und Angelpunkt. Steht nicht schriftlich fest, wie viele Seiten, welche Funktionen und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind, hängt Ihr Festpreis in der Luft.
Kurz zusammengefasst: Eine Website zum Festpreis ist nur so verbindlich wie ihr definierter Leistungsumfang. In unserer Stichprobe von 16 Angebotsseiten bezifferten nur 6 die laufenden Kosten und nur 10 den Umfang über eine Seitenzahl. Prüfen Sie deshalb beides, bevor Sie unterschreiben: das enthaltene Werk und die Folgekosten ab dem zweiten Jahr.
4. Stundensatz im Detail: Was professionelles Webdesign kostet
Auf Stundenbasis zahlen Sie Arbeitszeit statt Ergebnis. Laut Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern bei 103 Euro. Design-, Medien- und Kreativdienste berechnen im Schnitt 89 Euro, Software- und Webentwicklung 91 Euro.
Die Studienautoren ordnen die Entwicklung nüchtern ein: „Der Rückgang wirkt zwar klein, steht aber für eine Branche, die erstmals seit Jahren keine Preissteigerungen mehr durchsetzen kann.” (Auf Englisch sinngemäß: “The decline may seem small, but it represents an industry that, for the first time in years, can no longer push through price increases.”) Sinkende Sätze klingen für Auftraggeber verlockend. Das eigentliche Risiko bleibt trotzdem bestehen.
Der Satz ist aber nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte ist die Stundenzahl. Und die schätzt der Anbieter. Verschätzt er sich, zahlen Sie die Differenz. Bei 89 Euro pro Stunde bedeuten schon zehn ungeplante Stunden 890 Euro Mehrkosten, ohne dass sich am Ergebnis etwas ändert.
Sinnvoll ist die Stundenabrechnung dort, wo sich der Aufwand nicht seriös definieren lässt. Beispiele sind laufende Pflege, das Einpflegen neuer Inhalte, nachträgliche Änderungen oder die Optimierung einzelner Seiten und Inhalte. Für ein komplettes Projekt mit klarem Ziel bleibt sie die riskantere Variante.
Ihre neue Website zum Festpreis
- Individuelles Webdesign zum Festpreis mit definiertem Leistungsumfang
- Wartung und Support inklusive statt Stundenfalle
- Persönlicher Ansprechpartner in Göttingen
- Unverbindliches Angebot vor jedem Projektstart
5. Direkter Vergleich: Wann Festpreis, wann Stundenbasis passt
Die Modellwahl hängt an einer Frage. Lässt sich das Ergebnis vorher definieren?
- Neue Unternehmenswebsite oder Onepager: Festpreis. Seitenzahl, Funktionen und Inhalte stehen fest, der Umfang ist definierbar. Wie die Phasen eines Website-Projekts aussehen, lässt sich vorab sauber planen.
- Relaunch mit klarem Ziel: Festpreis. Texte und Bilder werden definiert übernommen, die Technik wird neu aufgesetzt.
- Laufende Betreuung, Suchmaschinenoptimierung und Content-Pflege: Stundenbasis oder monatliche Pauschale. Hier wächst die Aufgabe mit, ein fester Endpreis wäre unseriös.
- Experimente und Sonderentwicklungen: Stundenbasis mit Budgetdeckel, denn der Aufwand ist vorher kaum schätzbar.
Ein Festpreis lohnt sich also überall dort, wo das Werk definierbar ist. Eine Website zum Festpreis lohnt sich für KMU fast immer, weil Firmenwebsites klar umrissene Projekte sind. Die Dauer der Umsetzung ändert am Preis dann nichts, nur eine Änderung des Umfangs tut es. Wer plant, seine Seite professionell erstellen zu lassen, sollte den Umfang deshalb vor der Unterschrift fixieren.
6. Versteckte Kosten: So prüfen Sie ein Festpreis Angebot
Die meisten Ratgeber und Anbieter erklären den Festpreis selbst zur Lösung: Wo Festpreis draufsteht, gebe es keine versteckten Kosten. Unsere Position: Das Wort schützt Sie nicht. Ein Festpreis ohne definiertes Werk und ohne bezifferte Folgekosten ist nur ein Werbewort, wie unsere Stichprobe zeigt, in der 10 von 16 Festpreis-Anbietern gar keine laufenden Kosten beziffern.
Versteckte Kosten wohnen selten im Einmalpreis. Sie wohnen im Betrieb. Der Mechanismus gleicht dem günstigen Drucker, der sein Geld über die Patronen verdient. In unserer Stichprobe lagen bezifferte Betriebskosten zwischen rund 48 und mehr als 500 Euro pro Jahr, je nach Anbieter für Webspace, Domain, SSL-Zertifikat oder Pflicht-Hosting. Auch professionelle Webseiten verursachen Betriebskosten, das ist legitim. Selbst Full-Service-Pakete aus Erstellung, Hosting und Pflege sind seriös, solange die monatlichen Kosten beziffert sind.
Prüfen Sie ein Angebot deshalb auf vier Punkte. Erstens: Ist der Preis ein Gesamtpreis ohne „ab“? Zweitens: Steht der Leistungsumfang schriftlich fest, inklusive Seitenzahl, responsivem Webdesign, SEO-Grundeinstellungen und Korrekturschleifen? Drittens: Sind die monatlichen Kosten für Hosting und Wartung beziffert? Viertens: Ist geregelt, was nachträgliche Änderungen kosten?
Vier Fragen, fünf Minuten, klare Antwort.
Wie ein Umzugsangebot über 40 Kartons: Die Pauschale ist sauber kalkuliert, aber Karton 41 kostet extra. Genau deshalb gehört auch der Umgang mit Mehrumfang in die Vereinbarung. Seriöse Anbieter beantworten diese vier Fragen übrigens gern, ein Blick auf Webdesign Anbieter im Vergleich zeigt die Unterschiede schnell.
7. Unsere Empfehlung für KMU und Selbstständige
In unseren Projekten arbeiten wir seit über 15 Jahren mit festen Festpreisen, inklusive Wartung und Support. Der Grund ist einfach: Ein KMU benötigt Planungssicherheit mehr als jede einzelne Zusatzfunktion. Eine professionelle Website ist eine digitale Visitenkarte und ein Vertriebskanal zugleich, jederzeit erreichbar, auch außerhalb Ihrer Öffnungszeiten. Und sie muss kalkulierbar sein wie jede andere Investition.
Achten Sie bei der Anbieterwahl weniger auf die niedrigste Zahl und mehr auf das Paket dahinter. Dazu gehören individuelles Design statt starrer Vorlage, responsives Webdesign, ein Content-Management-System wie WordPress mit gepflegten Plugins, schnelle Ladezeiten und die Einhaltung der DSGVO. Dazu ein Ansprechpartner, der erklärt statt abzurechnen. Professionell umgesetzt heißt auch: Bilder und Texte werden sauber eingepflegt, der Seitentitel jeder Seite ist für Suchmaschinen optimiert, und die Website wird bei Google gefunden.
Individuell heißt dabei nicht beliebig teuer. Individuelle Lösungen lassen sich sauber zum Festpreis kalkulieren, sobald der Umfang definiert ist. Fragen Sie im Zweifel nach den zuletzt erstellten Websites des Anbieters und klicken Sie sich durch.
So wird aus einem Preis ein Ergebnis: mehr Sichtbarkeit, bessere Nutzererfahrung, stärkere Kundenbindung und potenzielle Kunden, die anfragen statt weiterzuklicken.
8. Fazit
Festpreis oder Stundenbasis ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Risikofrage. Ein definiertes Projekt gehört zum Festpreis, offene Daueraufgaben auf Stundenbasis oder in eine Pauschale. Und eine professionelle Website zum Festpreis besteht aus drei Teilen: Gesamtpreis, schriftlicher Leistungsumfang, bezifferte Folgekosten.
Am Ende liegt ein Angebot auf Ihrem Tisch, auf dem eine Zahl steht, daneben der Umfang und darunter die Betriebskosten. Kein Sternchen, kein „ab“, kein Kleingedrucktes. Genau dieses Blatt Papier ist der Unterschied zwischen einem Werbewort und einem Versprechen. Wenn Sie Ihre Website neu aufsetzen möchten, starten Sie mit einer unverbindlichen Erstberatung.
9. Anhang: Checkliste vor der Unterschrift
- Gesamtpreis: steht ohne „ab“ und ohne Sternchen im Angebot.
- Leistungsumfang: Seitenzahl, Funktionen, Texterstellung, Logo-Einbindung und Korrekturschleifen sind schriftlich definiert.
- Technik: responsiv auf Mobilgeräten, Content Management System benannt, SSL-Zertifikat, Webhosting und Analyse-Tools geklärt.
- Folgekosten: Domain, Webspace und Wartung sind pro Monat oder Jahr beziffert.
- Änderungen: Stundensatz oder Pauschale für Mehrumfang und jede spätere Anpassung ist vorab geregelt.
- Rechte: die Website gehört nach Zahlung Ihnen, inklusive Domain und Inhalten.
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Häufige Fragen zur Website zum Festpreis
Disclaimer: Alle genannten Preise, Zeitangaben und Marktbewertungen sind Erfahrungswerte aus der Agentur-Praxis beziehungsweise zum Zeitpunkt der Veröffentlichung live geprüfte Quellenangaben. Sie können je nach Region, Anbieter und Projektumfang abweichen. Diese Inhalte ersetzen keine fachjuristische Beratung.

