1. Einführung: Warum jetzt der richtige Moment ist
Noch immer hat jedes dritte Kleinstunternehmen in Deutschland keine eigene Website. Das ist bemerkenswert, denn die Internetdurchdringung liegt laut DataReportal bereits bei 93,5 Prozent. Wer online nicht auffindbar ist, verliert potenzielle Kunden an die Konkurrenz, bevor er überhaupt die Chance hatte, sich vorzustellen.
Gleichzeitig wirkt die Anzahl an Angeboten, Anbietern und Preismodellen oft unübersichtlich. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, was eine professionelle Website kostet, welcher Anbietertyp zu Ihrer Situation passt, wie der Ablauf aussieht und was das BFSG-Gesetz für Sie bedeutet. Wenn Sie direkt zur konkreten Umsetzung springen möchten, finden Sie hier eine unverbindliche Erstberatung zur Homepage-Erstellung.
Auf einen Blick
- Jedes dritte Kleinstunternehmen in Deutschland hat noch keine eigene Website (Statistisches Bundesamt).
- Professionelle Websites kosten je nach Anbieter zwischen 2.500 Euro (Freelancer) und 30.000 Euro+ (große Agentur).
- Das BFSG-Gesetz macht Barrierefreiheit zur Pflicht und erhöht die Entwicklungskosten um bis zu 20 Prozent.
- Der deutsche E-Commerce-Umsatz erreichte zuletzt rund 83,1 Milliarden Euro (bevh).
2. Warum benötigt Ihr Unternehmen eine professionelle Website?
Laut Destatis verfügen 69 Prozent aller deutschen Unternehmen über eine eigene Website. Bei Kleinstunternehmen mit ein bis neun Mitarbeitern sind es jedoch nur 65 Prozent. Wer zu den verbleibenden 35 Prozent gehört, verzichtet auf den wichtigsten digitalen Vertriebskanal überhaupt.
Vertrauen ist das Fundament jeder Geschäftsbeziehung. 84 Prozent der Verbraucher halten ein Unternehmen mit einer eigenen Website für glaubwürdiger als eines, das ausschließlich auf Social Media präsent ist (NetworkSolutions). Noch klarer formuliert es eine weitere Zahl: 62 Prozent der Konsumenten ignorieren Unternehmen ohne Web-Präsenz vollständig.
Der wirtschaftliche Kontext macht die Dringlichkeit noch deutlicher. Der deutsche E-Commerce-Umsatz erreichte zuletzt rund 83,1 Milliarden Euro, ein Wachstum von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (bevh). Dieser Markt wächst, und er gehört denjenigen, die online sichtbar sind.
Eine professionelle Website liefert drei konkrete Vorteile:
- Vertrauen: Kunden prüfen Anbieter zuerst online, bevor sie Kontakt aufnehmen
- Erreichbarkeit: Ihre Website arbeitet rund um die Uhr, auch außerhalb der Geschäftszeiten
- Sichtbarkeit: Über Suchmaschinen erreichen Sie Menschen, die aktiv nach Ihren Leistungen suchen
Mit einer fundierten SEO-Analyse Ihrer Website stellen Sie sicher, dass Ihre neue Präsenz von Anfang an bei Google gefunden wird.
3. Was kostet es, eine Internetseite erstellen zu lassen?
Die Kosten für eine professionelle Website bewegen sich zwischen 2.500 Euro und mehr als 30.000 Euro. Diese Spanne erklärt sich durch Anbietertyp, Seitenumfang und Funktionstiefe. Freelancer berechnen für eine einfache kleinere Website bis 2.500 Euro, Agenturen starten je nach Projektkomplexität deutlich höher (Graphek).
Was steckt hinter diesen Preisen? Mehr dazu in unserem aktuellen Überblick. Agenturen berechnen ca. Stundensätze von 80 bis 150 Euro, Freelancer verlangen 50 bis 120 Euro pro Stunde. Die reinen Entwicklungskosten sind dabei nur ein Teil des Gesamtbudgets.
Folgende Positionen kommen häufig hinzu:
- Texterstellung und Lektorat (500 bis 2.000 Euro)
- Professionelle Produktfotos oder Bildlizenzen (400 bis 1.500 Euro)
- Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Grundaufbau (500 bis 2.500 Euro)
- BFSG-konforme Barrierefreiheit (1.000 bis 5.000 Euro Aufpreis)
- Schulung zur Nutzung des CMS (Content Management Systems, wie WordPress)
Laut Erfahrungswerten aus der DACH-Agenturlandschaft sparen Auftraggeber mit einem vollständigen Briefing, fertigen Texten, vorbereiteten Bildern und klaren Zielvorgaben im Schnitt bis zu 30 Prozent der Entwicklungskosten ein. Weniger Rückfragen bedeuten weniger Stunden. Und Stunden sind es, die die Rechnung ausmachen. Selbst, wenn Sie das nicht sehen: Je mehr für Kommunikation und anderes draufgeht, desto weniger bleibt im Zweifelsfall für kreative Arbeit und tiefe bei SEO & Co. Der Kunde kann das im Endprodukt nicht sehen, der technisch versierte Webdesigner sieht, dass Dinge am Ende doch schnell schnell gemacht wurden.
4. Agentur, Freelancer oder Website-Baukasten: Was passt zu Ihnen?
53 Prozent der deutschen Unternehmen fühlen sich von den Anforderungen der Digitalisierung überfordert, ein Anstieg gegenüber 48 Prozent im Vorjahr (Bitkom). Kein Wunder, dass die Wahl des richtigen Anbietertyps viele Auftraggeber lähmt. Dabei lässt sie sich mit drei Fragen klären: Wie individuell muss das Ergebnis sein? Wie viel Zeit haben Sie für die Projektbegleitung? Und welches Budget steht zur Verfügung?
| Kriterium | Freelancer | Kleine Agentur | Website-Baukasten |
| Kosten | 800 bis 8.000 Euro | 5.000 bis 25.000 Euro | 10 bis 80 Euro/Monat |
| Individuelle Gestaltung | Hoch | Sehr hoch | Eingeschränkt |
| Betreuung | 1 Person | Team (Design, Dev, SEO) | Selbst |
| BFSG-Umsetzung | Auf Anfrage | Standardmäßig | Begrenzt |
| Laufende Wartung | Separat | Oft im Paket | Inklusive |
| Geeignet für | Kleinstbetriebe, Startups | KMU, E-Commerce | Sehr kleine Betriebe |
Baukastensysteme wie Jimdo, Squarespace oder Wix eignen sich für sehr kleine Betriebe mit begrenztem Budget. Sie sind schnell einzurichten, verlangen aber kontinuierliche Eigenleistung und bieten bei BFSG-konformer Umsetzung oft nur begrenzte Möglichkeiten.
Ein Freelancer ist die richtige Wahl, wenn Ihr Projekt klar umrissen ist und Sie einen direkten Ansprechpartner bevorzugen. Achten Sie darauf, dass die Person auch SEO, Texterstellung und technische Wartung abdeckt. Andernfalls planen Sie diese Leistungen separat ein.
Kleine bis mittelgroße Agenturen bieten das vollständigste Leistungsbild. Design, Entwicklung, SEO und rechtliche Absicherung (bis zu einem gewissen Grad) laufen aus einer Hand. Der Preis ist entsprechend höher, aber die Projektsicherheit ist es ebenfalls. Ein lokales Beispiel: Unser Webdesign in Göttingen deckt diese Leistungen vollständig ab.
5. Wie läuft die Erstellung Ihrer Website ab?
Von der ersten Idee bis zum Go-Live vergehen bei einer kleinen Website (5 bis 8 Seiten) vier bis acht Wochen. E-Commerce-Projekte benötigen realistischerweise vier bis neun Monate (Kreaforma). Wer diesen Zeitplan kennt, plant Budgets und interne Ressourcen von Anfang an richtig ein.
Der Ablauf gliedert sich in fünf Phasen, die bei professionellen Anbietern weitgehend standardisiert sind:
Phase 1: Briefing
Sie legen gemeinsam mit dem Anbieter Ziele, Zielgruppe, Funktionen und Budget fest. Ein gutes Briefing ist die wichtigste Investition, die Sie vor dem eigentlichen Projektstart tätigen können.
Phase 2: Konzept und Design
Der Anbieter entwickelt eine Informationsarchitektur und erste visuelle Entwürfe (Wireframes und Mockups). Hier entscheiden Sie über Struktur und Erscheinungsbild Ihrer Website.
Phase 3: Entwicklung
Das Design wird technisch umgesetzt. Funktionen wie Kontaktformulare, Buchungssysteme oder Shop-Integrationen werden programmiert und ins Content Management System eingebaut.
Phase 4: Inhalte und Testing
Texte, Bilder und Videos werden eingepflegt. Anschließend folgen technische Tests auf verschiedenen Geräten und Browsern sowie die Überprüfung der BFSG-Konformität.
Phase 5: Go-Live
Die Website wird auf dem Produktivserver veröffentlicht. Nach dem Launch beginnt die Einarbeitungsphase, in der Sie lernen, Inhalte selbst zu pflegen.
Ihre neue Internetseite mit Kreativschock
- Festpreis-Angebot mit klarer Leistungsbeschreibung
- BFSG-konforme Umsetzung inklusive (wenn notwendig und gewünscht)
- SEO-Grundoptimierung von Anfang an
- Persönlicher Ansprechpartner aus Göttingen
6. Website-Nutzung in Deutschland: Wo steht Ihr Unternehmen?
Große Unternehmen in Deutschland sind nahezu vollständig online vertreten: 99 Prozent der Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern haben eine eigene Website. Bei mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Mitarbeiter) sind es 95 Prozent, bei kleineren (10 bis 49 Mitarbeiter) 90 Prozent. Nur bei den Kleinstunternehmen klafft eine erhebliche Lücke (Destatis).
Was steckt hinter dieser Lücke? Kleinstunternehmen nennen häufig Zeitmangel, unklare Kosten und fehlende technische Kenntnisse als Hindernisse. Das ist verständlich. Es führt aber zu einem strukturellen Nachteil.
Unternehmen ohne Website schließen sich nicht nur vom direkten Online-Vertrieb aus. Sie verlieren auch die Möglichkeit, bei lokalen Google-Suchanfragen zu erscheinen, Bewertungen zu bündeln und ihre Marke kontrolliert darzustellen. Wer ausschließlich auf Empfehlungen und Social Media setzt, übergibt die Kontrolle über seine Außenwahrnehmung an Drittplattformen, deren Algorithmen und Geschäftsbedingungen sich jederzeit ändern können.
Der Gesamtmarkt unterstreicht das Potenzial: E-Commerce macht bereits 10,1 Prozent des gesamten deutschen Einzelhandelsumsatzes aus (bevh). Wer jetzt eine professionelle Website erstellen lässt, schafft die Grundlage für langfristiges Wachstum in einem etablierten digitalen Markt.
7. BFSG: Was Sie als Auftraggeber jetzt wissen müssen
Seit Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) gelten für gewerbliche Websites in Deutschland verbindliche Anforderungen, ein gutes Beispiel dafür, was heute anders ist. Die verpflichtende Umsetzung erhöht die Entwicklungskosten nach aktuellen Schätzungen um 10 bis 20 Prozent. Wer eine neue Website in Auftrag gibt, sollte BFSG-Konformität von Anfang an in der Ausschreibung verankern, nicht nachträglich ergänzen.
Was bedeutet das konkret? Ihr Anbieter muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Ausreichender Farbkontrast: Text und Hintergrund müssen auch für sehbehinderte Personen lesbar sein (Mindest-Kontrastverhältnis 4,5:1 für normalen Text).
- Tastatursteuerung: Alle Funktionen müssen ohne Maus bedienbar sein.
- Alt-Texte: Jedes Bild benötigt eine beschreibende Textalternative für Screenreader.
- Barrierefreie Formulare: Felder müssen klar beschriftet und Fehlermeldungen verständlich formuliert sein.
- Klare Fehlermeldungen: Nutzer müssen Fehler erkennen, verstehen und korrigieren können.
Barrierefreiheit und SEO verfolgen dasselbe Ziel: eine Website, die für alle zugänglich ist. Alt-Texte helfen Suchmaschinen, Bilder zu indexieren. Klare Überschriftenstrukturen verbessern die Crawlbarkeit. Schnelle Ladezeiten, die für Barrierefreiheit notwendig sind, zählen zu den wichtigsten Google-Rankingfaktoren. Wer BFSG korrekt umsetzt, gewinnt also gleichzeitig an Sichtbarkeit in den Suchergebnissen.
8. So wählen Sie den richtigen Anbieter aus
Die Auswahl des Anbieters ist die folgenreichste Entscheidung Ihres Website-Projekts. Nur 35 Prozent der kleineren deutschen Unternehmen (20 bis 49 Mitarbeiter) sehen sich bei der Digitalisierung im Vorsprung (Bitkom). Ein strukturiertes Auswahlverfahren hilft, die Qualität der Angebote vergleichbar zu machen und Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Prüfen Sie diese fünf Kriterien bei jedem Anbieter:
- Portfolio: Gibt es nachweisbare Referenzprojekte aus Ihrer Branche oder mit ähnlichem Projektumfang? Sprechen Sie direkt mit den Referenzkunden.
- Transparente Preise: Liegen Festpreisangebote oder nachvollziehbare Stundensatzkalkulationen vor? Versteckte Kosten für Hosting, Updates oder Texterstellung sind ein Warnsignal.
- DSGVO-Kompetenz: Kennt der Anbieter die datenschutzrechtlichen Anforderungen für deutsche Websites? Dazu gehören Cookie-Management, Datenschutzerklärung und Server-Standort.
- BFSG-Erfahrung: Hat der Anbieter bereits BFSG-konforme Websites umgesetzt? Lassen Sie sich die technischen Maßnahmen schriftlich bestätigen.
- Wartungsangebot: Was passiert nach dem Go-Live? Klären Sie Reaktionszeiten bei technischen Problemen, Kosten für Content-Updates und den Umgang mit Sicherheitslücken.
Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie diese anhand einer einheitlichen Leistungsbeschreibung. Nur so sind die Preise tatsächlich vergleichbar. Wer auf eine schnelle und faire Einschätzung Wert legt, kann unsere SEO-Beratung als erste Orientierung nutzen.
9. Fazit: Was Sie vor dem Auftrag wissen sollten
Eine professionelle Website ist keine Ausgabe. Sie ist eine Investition in die Erreichbarkeit Ihres Unternehmens. Die Kosten bewegen sich zwischen 2.500 Euro (kleinere Website) für eine einfache Freelancer-Lösung und mehr als 30.000 Euro für einen vollständig entwickelten E-Commerce-Shop. Welcher Weg der richtige ist, hängt von Budget, Branche und Wachstumszielen ab.
Zwei Faktoren sind dabei unverzichtbar. Erstens: Barrierefreiheit nach BFSG ist keine Option mehr, sondern Pflicht. Zweitens: Ein detailliertes Briefing spart Zeit und Geld, weil es Missverständnisse verhindert, bevor sie entstehen.
Holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote ein. Prüfen Sie Portfolio, DSGVO-Kompetenz und Wartungsangebot systematisch. Wer diese Schritte konsequent geht, trifft eine fundierte Entscheidung, die langfristig trägt. Am Ende steht eine Website, die nicht nur online ist, sondern für Sie arbeitet: rund um die Uhr, mit klaren Botschaften, gut sichtbar bei Google und ohne böse Überraschungen im laufenden Betrieb.
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Häufige Fragen zur professionellen Website-Erstellung
Disclaimer: Alle genannten Preise, Zeitangaben und Marktbewertungen sind Erfahrungswerte aus der Agentur-Praxis und Stand der öffentlich verfügbaren Studienlage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Sie können je nach Region, Anbieter und Projektumfang abweichen. Aussagen zum BFSG und zur DSGVO ersetzen keine fachjuristische Beratung.

