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SEO für Unternehmen: 28 Seiten hat die typische Firmenwebsite, und genau daran scheitert der Maßnahmenkatalog

1. Einführung: Was SEO für Unternehmen praktisch bedeutet

Achtundzwanzig. So viele Unterseiten hat die typische Website in unserer jüngsten Stichprobe, gemessen an der Zahl der Adressen in ihrer Sitemap. Wir haben im September die Startseiten von 24 inhabergeführten Ingenieurbüros aus acht Regionen abgerufen, 23 davon ließen sich auswerten. Die technischen Grundlagen sitzen bei 13 von 23 vollständig. Die Bandbreite der Seitenzahl reicht von 9 bis 49. Das ist die eigentliche Nachricht: Der übliche Maßnahmenkatalog der Suchmaschinenoptimierung trifft auf eine Website, die kaum Fläche zum Optimieren bietet.

Auf einen Blick

  • Von 23 auswertbaren Unternehmens-Websites erfüllen 13 alle vier geprüften technischen Grundlagen; 17 liefern überhaupt eine erreichbare Sitemap (Kreativschock-Stichprobe, September 2026).
  • Die Zahl der Adressen in diesen Sitemaps reicht von 9 bis 49, in der Mitte der Reihe liegen 28 Seiten (Kreativschock-Stichprobe, September 2026).
  • Mehr als 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben eine eigene Website, im EU-Durchschnitt sind es 79,02 Prozent (Eurostat).
  • Kleine Unternehmen in der EU liegen bei 76,67 Prozent, große bei 95,65 Prozent (Eurostat).
  • Effekte der Suchmaschinenoptimierung zeigen sich nicht von heute auf morgen (Mittelstand-Digital Zentrum Berlin).

SEO für Unternehmen ist die laufende Arbeit daran, dass eine Firmenwebsite bei den Suchanfragen erscheint, mit denen potenzielle Kunden nach ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen. Sie umfasst Suchbegriffe, Inhalte, Technik und Verlinkung. Ziel ist eine höhere Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen, also in der unbezahlten Trefferliste von Google und anderen Suchmaschinen.

Die Website ist in den meisten Betrieben längst da. Nach Zahlen von Eurostat gehört Deutschland zu den Ländern mit über 90 Prozent Website-Abdeckung unter den Unternehmen. Was fehlt, ist selten die Seite an sich. Es fehlt die Fläche, auf der Suchmaschinenoptimierung überhaupt greifen kann. Wer wissen will, wie viele Seiten dafür nötig sind, findet den Rahmen in unserem Beitrag zur Planung der Seitenstruktur. Und wer den Einstieg sucht, beginnt mit einer SEO Betreuung für Unternehmen, die zuerst misst und dann optimiert.

2. Warum SEO für Unternehmen zählt und wann die Rechnung kippt

Suchmaschinen sind für die meisten Betriebe der Kanal mit der höchsten Kaufabsicht. Wer „Statik Neubau Regensburg“ eingibt, will nicht unterhalten werden. Er sucht einen Anbieter.

Genau darin liegt der Unterschied zu Social Media Marketing und zu Search Engine Advertising. Anzeigen kaufen Aufmerksamkeit für die Dauer des Budgets, während eine organische Platzierung bestehen bleibt, solange die Seite für die jeweilige Suchanfrage die beste verfügbare Antwort liefert. Das macht Suchmaschinenoptimierung zu einer Investition mit langer Halbwertszeit und mit entsprechend langer Anlaufzeit.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Berlin, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, formuliert es nüchtern: „SEO ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Effekte zeigen sich nicht von heute auf morgen.“ Dort steht auch der Satz, der die Wirkungskette beschreibt: „So führt eine steigende Sichtbarkeit im Internet zu höheren Nutzerzahlen auf Ihrer Website.“

Das ist der eigentliche Handel: Geduld gegen Beständigkeit.

Die Rechnung kippt an zwei Stellen. Erstens, wenn im Einzugsgebiet zu wenig gesucht wird. Ein Betrieb mit drei Nachfragen im Monat wird durch bessere Rankings bei Google nicht zum Massengeschäft. Zweitens, wenn Anfragen sofort gebraucht werden. SEO braucht Zeit. Diese Zeit lässt sich nicht kaufen.

Kurz zusammengefasst: SEO lohnt sich dort, wo eine messbare Zahl von Suchanfragen auf ein Angebot trifft, das im Netz erklärbar ist, und wo das Unternehmen sechs bis zwölf Monate durchhalten kann. Fehlt eine dieser drei Bedingungen, sind andere Kanäle die bessere erste Wahl.

3. Der blinde Fleck: Wie viele Seiten Ihre Website überhaupt hat

Fast jeder Ratgeber zum Thema SEO liefert denselben Katalog: Keyword-Recherche, Inhalte, technische SEO, Backlinks, Local SEO, Reporting. Der Katalog ist richtig. Er unterstellt nur etwas, das in der Praxis vieler kleiner und mittlerer Unternehmen selten stimmt und deshalb auch selten geprüft wird.

Er unterstellt, dass es genug Seiten gibt, auf die er angewendet werden kann. Ein Laden mit einem einzigen Regal wird nicht dadurch zum Kaufhaus, dass Sie das Regal perfekt einräumen. Genau das passiert, wenn ein Maßnahmenkatalog mit zwölf Punkten auf eine Website mit acht Unterseiten trifft.

Wir haben das gemessen.

Im September haben wir 24 Startseiten inhabergeführter Ingenieurbüros für Tragwerksplanung aus acht Regionen abgerufen, 23 lieferten eine auswertbare Antwort. Geprüft wurden vier objektive Merkmale: die Leistung im Seitentitel, eine erreichbare Sitemap mit mindestens zehn Adressen, mindestens drei von der Startseite verlinkte Inhalts-Unterseiten und eine vorhandene robots.txt, die die Startseite nicht sperrt.

Geprüftes Merkmalerfüllt
Leistung steht im Seitentitel der Startseite19 von 23
Sitemap erreichbar und mit mindestens zehn Adressen16 von 23
Mindestens drei verlinkte Inhalts-Unterseiten19 von 23
robots.txt vorhanden und Startseite freigegeben17 von 23
Alle vier Merkmale zusammen13 von 23

Die technische Basis sitzt also bei der Mehrheit. Interessanter ist die Zahl dahinter. 17 der 23 Seiten liefern überhaupt eine Sitemap, und deren Umfang reicht von 9 bis 49 Adressen. In der Mitte der Reihe liegen 28 Seiten. Sechs Websites liefern gar keine Sitemap, was ihre Seitenzahl nicht kleiner macht, aber schwerer prüfbar.

Statistik: 13 von 23 geprueften Unternehmens-Websites erfuellen alle vier technischen Grundlagen
Vier geprüfte Merkmale, 23 auswertbare Unternehmens-Websites: 13 erfüllen alle vier. Quelle: Kreativschock-Stichprobe, September 2026.

Unsere Position dazu weicht vom Konsens der Ratgeber ab. Der Engpass in kleinen und mittleren Unternehmen ist selten der fehlende Maßnahmenkatalog. Der Engpass ist die Zahl der Seiten mit echter Suchnachfrage. Von 28 Adressen tragen typischerweise Impressum, Datenschutz, Kontakt, Karriere und mehrere Referenzseiten keine eigene Suchanfrage, sodass am Ende acht bis zwölf Seiten übrig bleiben, die überhaupt ranken können.

Deshalb beginnt gute Arbeit mit der Frage, welche Seiten fehlen, und nicht mit der Frage, welche vorhandenen Seiten sich noch etwas besser optimieren lassen. Das ist unbequem. Neue Seiten bedeuten Arbeit. Es ist aber die einzige Maßnahme, die den Spielraum aller anderen vergrößert.

Funnel: von 28 Seiten in der Sitemap bleiben 8 bis 12 Seiten mit echter Suchnachfrage
Von der Sitemap zur tatsächlich rankenden Seitenzahl. Quelle: Kreativschock-Stichprobe, September 2026.

4. Die vier Bausteine der Suchmaschinenoptimierung

Search Engine Optimization zerfällt in vier Arbeitsfelder, die sich gegenseitig stützen. Keines davon wirkt allein.

4.1 Suchbegriffe: Die Nachfrage prüfen, bevor Sie optimieren

Am Anfang steht die Frage, welche Begriffe Ihre Zielgruppe verwendet, wenn sie nach Produkten oder Dienstleistungen sucht. Nicht welche Begriffe Sie selbst benutzen. Ein Tragwerksplaner schreibt „Tragwerksplanung“, der Bauherr tippt „Statiker für Anbau“.

Die Google Search Console zeigt Ihnen kostenlos, mit welchen Suchanfragen Ihre Seite heute schon erscheint. Das ist ein belastbarer Startpunkt. Wer diese Liste um ein Tool zur Recherche ergänzt, sieht zusätzlich das Volumen einzelner Suchbegriffe und erkennt schnell, welche Varianten in der eigenen Region überhaupt nachgefragt werden. Am besten hält man die Liste klein und sortiert sie nach Kaufabsicht, nicht nach Suchvolumen.

An einem Teich ohne Fische hilft die beste Angel nichts. Genau deshalb steht die Prüfung der Nachfrage vor jeder Optimierung. Wie eine saubere Keyword-Recherche abläuft und was sie kostet, lesen Sie in unserem Beitrag zu Texten für die Website.

4.2 Inhalte: Eine Seite je Frage, nicht eine Seite für alles

Relevante Inhalte sind der Teil, den Suchmaschinen am direktesten bewerten. Jede Seite sollte genau eine Frage vollständig beantworten. Wer Statik, Bauphysik und Schallschutz auf einer einzigen Leistungsseite zusammenfasst, konkurriert mit drei Anbietern, die jeweils eine eigene Seite dafür haben.

Qualitativ hochwertig heißt dabei nicht lang. Es heißt konkret. Echte Preisspannen, echte Abläufe, echte Grenzen des Angebots: Inhalte, die einen Mehrwert bieten, unterscheiden sich von Werbetext vor allem dadurch, dass jemand sie auch ohne Kaufabsicht bis zum letzten Satz liest.

In unseren Projekten ist dieser Punkt der häufigste Grund für Stillstand. Wer die Lücke nicht selbst füllen kann, lässt die fehlenden Seiten von einer Content-Marketing-Agentur schreiben. Die Technik ist in Ordnung und das Angebot ist gut, aber die Website beschreibt es in vier Sätzen, und damit fehlt jeder Anhaltspunkt, der eine Suchmaschine überzeugen könnte.

4.3 Technik und Nutzererfahrung: Die Bremsen lösen

Technische SEO sorgt dafür, dass Suchmaschinen wie Google Ihre Seiten finden, lesen und einordnen können. Dazu gehören eine erreichbare Sitemap, eine korrekte robots.txt, eindeutige Adressen ohne Dubletten und kurze Ladezeiten, also genau die Punkte, die niemand sieht und die trotzdem darüber entscheiden, ob eine Seite überhaupt in den Index kommt. In unseren Projekten erreichen wir regelmäßig PageSpeed-Werte von 90 und mehr, vor allem durch Bildkomprimierung, Caching und das Entfernen überflüssiger Skripte.

Nutzererfahrung gehört in dasselbe Kapitel. Eine Seite, die auf dem Handy springt oder deren Kontaktformular auf kleinen Bildschirmen bricht, verliert Anfragen unabhängig von ihrer Position. Worauf es dabei ankommt, zeigt unser Beitrag zur Optimierung für Mobilgeräte, und wie sich User Experience auf Anfragen auswirkt, steht im Beitrag zu UX Design im Mittelstand.

In unserer Stichprobe liefern sechs von 23 Seiten keine erreichbare Sitemap und sechs keine robots.txt. Beides sind Kleinigkeiten in der Umsetzung. Beides kostet unnötig Reichweite.

4.4 Local SEO und Backlinks: Die Signale von außen

Für Betriebe mit Einzugsgebiet ist Local SEO der schnellste Hebel. Ein gepflegtes Unternehmensprofil, einheitliche Adressdaten in den Verzeichnissen und echte Bewertungen wirken oft innerhalb weniger Wochen, und das ist für diesen Kanal ungewöhnlich schnell. Es ist der Grund, warum wir lokale Sichtbarkeit meist vor allem anderen angehen.

Backlinks sind Empfehlungen anderer Websites. Sie sind der langsamste und teuerste Baustein, und sie lassen sich am leichtesten falsch machen. Gekaufte Links aus Linknetzwerken gehören zum Bereich Black Hat SEO und verstoßen gegen die Anforderungen von Google. Der Schaden trifft die eigene Domain, nicht den Verkäufer.

Sinnvoll sind Erwähnungen, die es auch ohne Suchmaschine gäbe: Fachverbände, regionale Presse, Partnerbetriebe, Projektreferenzen. Ziel ist es, dass der Link eine Information transportiert und nicht nur einen Anker.

5. Reihenfolge: Was zuerst, wenn die Ressourcen begrenzt sind

Die meisten Listen zum Thema SEO nennen zwölf bis dreißig Punkte ohne Reihenfolge. Für ein Unternehmen, das eine halbe Personalstelle für Marketing hat und diese Stelle auch noch mit anderen Aufgaben füllt, ist eine solche Liste unbrauchbar. Deshalb hier die Abfolge aus unseren Projekten.

  1. Nachfrage prüfen: Welche Suchbegriffe bringen im Einzugsgebiet überhaupt Volumen? Ohne diese Antwort ist jede weitere Stunde ein Ratespiel.
  2. Bestand zählen: Wie viele Seiten gibt es, und wie viele davon zielen auf eine echte Suchanfrage? Die Sitemap liefert die Zahl in einer Minute.
  3. Lokale Signale setzen: Unternehmensprofil, Verzeichnisse, Bewertungen. Der schnellste sichtbare Effekt.
  4. Technik geradeziehen: Ladezeit, Sitemap, robots.txt, Dubletten, mobile Darstellung.
  5. Fehlende Seiten bauen: Je eine Seite für jede Leistung mit eigener Nachfrage. Das ist der Punkt, an dem die meisten aufhören, und der Punkt mit dem größten Hebel.
  6. Bestehende Seiten schärfen: Titel, Zwischenüberschriften, interne Verlinkung, Inhalte vertiefen.
  7. Erst danach Backlinks: Empfehlungen wirken, wenn es etwas zu empfehlen gibt.

Diese Reihenfolge ist keine Ideologie. Sie folgt dem Verhältnis von Aufwand und Wirkung: Vorn stehen die Schritte, die wenig kosten und schnell wirken, hinten die Schritte, die viel kosten und erst nach Monaten etwas zeigen.

Ein Punkt fehlt in dieser Liste bewusst. Social Media Marketing ist kein Ersatz für Suchmaschinenoptimierung, sondern ein anderer Kanal mit anderer Logik. Beides parallel zu starten, überfordert kleine Teams zuverlässig.

Ablaufschema: sieben Schritte der Suchmaschinenoptimierung in empfohlener Reihenfolge
Die sieben Schritte in der Reihenfolge, die sich in unseren Projekten bewährt hat.

6. Messung: Woran Sie erkennen, ob SEO wirkt

Ohne Messung bleibt jede SEO-Strategie Behauptung. Drei Kennzahlen genügen für den Anfang, und alle drei liefert die Google Search Console kostenlos.

  • Impressionen: Wie oft ist Ihre Website in den Suchergebnissen erschienen? Das zeigt, ob überhaupt jemand in Ihrem Themenfeld sucht.
  • Klicks und Klickrate: Wie oft wurde geklickt? Viele Impressionen bei wenigen Klicks deuten auf schwache Titel oder auf die falschen Suchanfragen hin.
  • Zahl der rankenden Seiten: Wie viele Ihrer Unterseiten bringen überhaupt Impressionen? Diese Zahl ist der direkte Gegenwert zur Seitenzahl aus Abschnitt 3.

Zahlen ohne Zusammenhang sind wie ein Fieberthermometer ohne Patient: Der Wert stimmt, er sagt nur nichts.

Traffic allein ist dabei die schwächste der drei Zahlen. Besucher, die eigentlich nach etwas anderem gesucht haben, erhöhen den Traffic und senken zugleich den Umsatz je Besucher, weshalb zu jeder Auswertung die Frage gehört, welche Suchbegriffe die Klicks gebracht haben.

Rechnen Sie mit Bewegung nach etwa drei Monaten und mit belastbaren Aussagen nach sechs bis neun. Wer früher urteilt, verwechselt Schwankung mit Wirkung. Wie sich einzelne Positionen sauber prüfen lassen, zeigt unser Beitrag zum Verbessern von Google-Rankings.

7. Selbst machen, Agentur beauftragen oder beides kombinieren

SEO lernen ist möglich, und die Grundlagen sind kein Geheimwissen. Was fehlt, ist meist nicht das Wissen. Suchmaschinenoptimierung nebenher in einer halben Stunde pro Woche funktioniert nicht, weil die Arbeit in Zyklen aus Recherche, Umsetzung und Messung läuft und nicht in Häppchen.

Sinnvoll ist oft eine Arbeitsteilung. Das Unternehmen liefert Fachwissen, Projektbeispiele und Antworten auf typische Kundenfragen, während die Agentur Recherche, Struktur, Technik und Messung übernimmt und die Ergebnisse monatlich zusammenführt. Diese Aufteilung ist die günstigste, weil sie den teuersten Teil im Haus behält, nämlich die Fachkompetenz.

Zu den Kosten lässt sich mehr sagen als „individuell“. Der Aufwand hängt an vier Faktoren: Wettbewerbsintensität im Suchbegriff, Zustand der Domain, technischer Zustand der Website und gewünschtes Tempo. Bei uns steht die einmalige Analyse bei 1.490 Euro netto, die laufende Betreuung beginnt bei 690 Euro im Monat, Local SEO bei 490 Euro im Monat. Diese Preise stehen öffentlich auf unserer Seite zu den SEO-Services.

Rechnen Sie nach.

Vorsicht ist bei Angeboten deutlich unterhalb dieser Spanne angebracht. Wer 150 Euro im Monat verlangt, kann davon keine zwei Arbeitsstunden bezahlen, und was dann geliefert wird, sind meist automatisierte Berichte und Links aus Netzwerken, die im schlechtesten Fall der eigenen Domain schaden.

Kurz zusammengefasst: Wer das Budget für eine laufende Betreuung nicht hat, fährt mit einer einmaligen Analyse plus Eigenarbeit besser als mit einem Billigvertrag. Die Analyse ist bezahlbar, die Umsetzung kann im Unternehmen liegen, und die Reihenfolge aus Abschnitt 5 ersetzt den Berater für die ersten Monate.

8. SEO und KI-Suche: Was sich gerade verschiebt

Neben der klassischen Trefferliste beantworten inzwischen Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity einen wachsenden Teil der Suchanfragen direkt in der Antwort. Für Unternehmen verschiebt das die Frage von „Stehe ich oben?“ zu „Werde ich genannt?“.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Tourismus wird ebenfalls vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Dort steht die praktische Konsequenz in einem Satz. „Eine Webseite sollte klar und strukturiert ihre Informationen darstellen, sodass nicht nur Menschen, sondern auch KI-Systeme die Inhalte eindeutig verstehen können.“

Für Betriebe mit knappen Ressourcen entschärft sich das schnell, denn die Anforderungen überschneiden sich stark mit sauberer Suchmaschinenoptimierung. Klare Überschriften, eindeutige Angaben zu Leistung, Region und Preis, eine Seite je Thema: Wer diese vier Dinge umsetzt, arbeitet für die klassische Trefferliste und für die generierte Antwort gleichzeitig.

Ein Unterschied bleibt.

In der Trefferliste entscheidet die Position, im generierten Text entscheidet die Zitierbarkeit. Eine Aussage, die in sich abgeschlossen und mit Zahl und Quelle versehen ist, wird eher übernommen als ein Absatz, der ohne Kontext nicht funktioniert.

9. Fazit

Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen ist kein Geheimwissen und keine Zauberei. Sie ist Bestandsaufnahme, Reihenfolge und Wiederholung.

Die wichtigste Erkenntnis aus unserer Stichprobe: Die Technik ist bei der Mehrheit in Ordnung, die Fläche nicht. Eine Website mit 28 Seiten, von denen acht eine echte Suchanfrage bedienen, wird durch keinen noch so vollständigen Maßnahmenkatalog groß. Sie wächst, wenn die fehlenden Seiten entstehen.

Das Ziel ist ein konkretes Bild: Sie öffnen am Monatsende den Bericht und sehen nicht nur eine Position, sondern eine wachsende Liste eigener Seiten, die Anfragen bringen. Jede Zeile darin ist eine Frage, die Ihr Unternehmen beantwortet hat, bevor jemand angerufen hat. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Website, die existiert, und einer, die arbeitet.

10. Anhang: Checkliste für die ersten vier Wochen

  • Google Search Console eingerichtet und Suchanfragen der letzten drei Monate exportiert
  • Sitemap aufgerufen und die Zahl der Adressen notiert
  • robots.txt geprüft: vorhanden, und die wichtigen Seiten sind nicht gesperrt
  • Liste der Leistungen erstellt und mit den vorhandenen Seiten abgeglichen
  • Seitentitel der Startseite prüfen: Steht die Leistung darin, nicht nur der Firmenname?
  • Unternehmensprofil vollständig ausgefüllt, Öffnungszeiten und Leistungen aktuell
  • Ladezeit der drei wichtigsten Seiten auf dem Handy gemessen
  • Zwei fehlende Leistungsseiten definiert und terminiert

Sie möchten wissen, wie viele Ihrer Seiten heute Anfragen bringen und welche fehlen? Schreiben Sie uns, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden:

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Häufige Fragen zu SEO für Unternehmen

Suchmaschinen liefern Besucher mit konkreter Absicht. Wer nach einer Leistung sucht, will sie meist auch beauftragen. Anders als bei Anzeigen bleibt eine gute Platzierung bestehen, solange die Seite relevant bleibt. Deshalb ist Suchmaschinenoptimierung für viele Unternehmen der Kanal mit dem besten Verhältnis von Aufwand und dauerhaftem Ertrag.

Der Preis hängt an Wettbewerbsintensität, Zustand der Domain, technischem Zustand der Website und gewünschtem Tempo. Bei Kreativschock kostet die einmalige Analyse 1.490 Euro netto, die laufende Betreuung beginnt bei 690 Euro im Monat und Local SEO bei 490 Euro im Monat. Angebote deutlich unterhalb dieser Spanne decken selten zwei Arbeitsstunden ab.

Lokale Signale wie ein gepflegtes Unternehmensprofil wirken oft innerhalb weniger Wochen. Technische Korrekturen zeigen sich nach wenigen Wochen bis Monaten. Für Inhalte und Backlinks sollten Sie sechs bis neun Monate einplanen. Das Mittelstand-Digital Zentrum Berlin formuliert es so: SEO ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon.

Die Grundlagen können Sie lernen und selbst umsetzen, besonders die lokalen Signale und die Pflege der Inhalte. Schwieriger wird es bei Keyword-Recherche, technischer SEO und der Auswertung. Eine verbreitete Arbeitsteilung: Ihr Unternehmen liefert Fachwissen und Projektbeispiele, eine Agentur übernimmt Recherche, Struktur, Technik und Messung.

SEO für kleine Unternehmen lohnt sich, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Es wird im Einzugsgebiet messbar gesucht, das Angebot lässt sich online erklären, und das Unternehmen kann sechs bis zwölf Monate durchhalten. Fehlt eine dieser Bedingungen, bringen andere Kanäle kurzfristig mehr.

Für den Start genügt die Google Search Console. Sie zeigt kostenlos, mit welchen Suchanfragen Ihre Website in den Suchergebnissen erscheint, wie oft geklickt wird und welche Seiten überhaupt Impressionen bringen. Ein kostenpflichtiges Tool zur Recherche lohnt sich erst, wenn regelmäßig neue Seiten entstehen.

Ja, nur verschiebt sich der Schwerpunkt. Ohne lokalen Bezug entfällt der schnelle Hebel des Unternehmensprofils, und der Wettbewerb um die Suchbegriffe ist größer. Dafür zählt der Aufbau fachlicher Inhalte umso mehr, weil überregionale Suchanfragen meist spezifischer formuliert werden.

Eine feste Zahl gibt es nicht, aber eine Faustregel: eine eigene Seite für jede Leistung, nach der eigenständig gesucht wird. In unserer Stichprobe von 23 Unternehmens-Websites lagen die Sitemaps zwischen 9 und 49 Adressen, in der Mitte der Reihe bei 28. Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl, sondern wie viele Seiten eine echte Suchanfrage bedienen.

Disclaimer: Die genannten Preise, Zeitangaben und Einschätzungen sind Erfahrungswerte aus der Agentur-Praxis und können je nach Region, Anbieter und Projektumfang abweichen. Die eigene Stichprobe ist eine Momentaufnahme einer Branche und nicht repräsentativ; gemessen wurde ausschließlich das ausgelieferte HTML der Startseiten, alle Werte sind damit Untergrenzen.

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Dieser Beitrag gehört zur Themenwelt SEO und Google-Ranking. Dort finden Sie alle Ratgeber dazu, wie Ihre Website bei Google gefunden wird an einem Ort.

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