| | |

Broschüren erstellen lassen: Warum am Ende zwei Dateien vorliegen müssen, nicht eine

Abbildung einer Broschüre mit abstrakten Formen und einer Pflanze sowie einem Pfeil, der auf ein einzelnes Blatt zeigt, auf dem dasselbe Motiv abgebildet ist.

1. Einführung: Was Sie beim Broschüren erstellen lassen wirklich beauftragen

Der Text ist geschrieben, die Fotos liegen im Ordner, die Seitenzahl steht bei 22. In der Druckerei wird daraus eine Rückfrage, denn 22 Seiten lassen sich nicht heften. Broschüren gehorchen einer Arithmetik, die vor jedem Layout kommt: Jeder gefalzte Bogen liefert vier Seiten auf einmal. Wer eine Broschüre erstellen lassen möchte, kauft deshalb nicht nur Gestaltung, sondern eine Entscheidung über Format, Umfang und Bindung, die den Preis und den Zeitplan festlegt.

Auf einen Blick

  • Die Seitenanzahl einer gehefteten Broschüre ist immer ein Vielfaches von vier, weil ein gefalzter Bogen vier Seiten trägt (Lehrunterlage Druckweiterverarbeitung, Bundesverband Druck und Medien).
  • Ein druckfähiges PDF ist als Austauschformat gedacht, das alle nötigen Elemente in einer Datei mitbringt, damit die Druckerei ohne Rückfragen produzieren kann (Library of Congress zur PDF/X-Familie, ISO 15930).
  • Ist eine Beschnittzone angelegt, muss die BleedBox außerhalb der Schnittkante liegen: die technische Fassung der bekannten 3 mm Beschnittzugabe (Library of Congress).
  • Von 71 geprüften Unternehmens-Websites aus dem Hochsauerlandkreis stellen 14 eine Broschüre oder einen Katalog als PDF bereit. Keine dieser 14 Dateien trug einen Dokumenttitel, vier waren größer als 10 Megabyte (Kreativschock-Stichprobe, August 2026).

Broschüren erstellen lassen ist die Beauftragung von Konzept, Text-Bild-Planung, Layout und Druckvorstufe bei einem Grafiker, einem Grafikbüro oder einer Agentur. Das Ergebnis ist eine gestaltete Broschüre als druckfähiges PDF im gewünschten Format, mit festgelegter Seitenanzahl, Bindung und Papierstärke, abgestimmt auf das Corporate Design des Unternehmens.

Dieser Beitrag geht den Weg in der Reihenfolge, in der er in der Praxis läuft: erst die Bauform, dann Format und Umfang, dann die Gestaltung, dann die Druckdaten. Wenn Sie individuelle Broschüren und Flyer gestalten zu lassen planen, finden Sie unser Angebot für Printmedien und Grafikdesign auf einer eigenen Seite. Und weil Bildmaterial in gedruckten Broschüren dieselben Fragen aufwirft wie online, lohnt vorab der Blick darauf, wie Sie Bildrechte vorab klären.

Eine Sache vorweg, weil sie den Rest des Beitrags trägt: Ihr Auftrag ist nicht erfüllt, wenn die Druckdatei fertig ist. Es fehlt dann noch die zweite Datei.

2. Imagebroschüre, Produktbroschüre, Katalog: drei Aufgaben, drei Bauformen

Der Begriff Broschüre deckt sehr verschiedene Druckerzeugnisse ab. Die Verwechslung kostet Geld. Eine Imagebroschüre soll Haltung und Verlässlichkeit eines Unternehmens vermitteln, sie lebt von wenigen starken Motiven und viel Weißraum. Eine Produktbroschüre erklärt Produkte oder Dienstleistungen und braucht Platz für Tabellen, Maße und Varianten. Ein Katalog ist ein Arbeitsmittel: Er wird nicht gelesen, sondern benutzt, deshalb entscheidet die Orientierung über seinen Wert. Wer Broschüren zu erstellen beginnt, ohne diese Frage zu klären, gestaltet am Ende ein Heft, das keine Aufgabe hat.

BauformAufgabeTypischer UmfangÜbliche Bindung
ImagebroschüreVertrauen, Haltung, Kompetenz zeigen8 bis 24 SeitenDrahtheftung
ProduktbroschüreLeistungen erklären, Auswahl erleichtern12 bis 32 SeitenDrahtheftung
KatalogSortiment nachschlagbar machenab 48 SeitenKlebebindung
Prospekt oder FaltblattEin Angebot kompakt zeigen4 bis 8 SeitenFalzung ohne Heftung

Kurz zusammengefasst: Die Bauform folgt der Aufgabe, nicht dem Geschmack. Imagebroschüren arbeiten mit Reduktion und tragen wenige Seiten, Produktbroschüren brauchen Struktur für Details, Kataloge brauchen ein Register und eine Bindung, die sich flach aufschlagen lässt. Wer diese Frage vor dem ersten Entwurf klärt, spart die teuerste Korrekturschleife von allen.

3. Format, Seitenanzahl und Bindung: die Arithmetik steht vor dem Design

Das Standardformat ist DIN A4 im Hochformat mit 210 mal 297 Millimetern, nach DIN EN ISO 216. Darunter liegen DIN A5 mit 148 mal 210 Millimetern, das kompakte DIN A6 mit 105 mal 148 Millimetern und das Taschenformat DIN lang mit 100 mal 210 Millimetern, das gut in Prospektständer und Briefumschläge passt. Quadratische Formate wirken hochwertig. Sie kosten aber oft Aufschlag, weil sie sich schlechter aus dem Bogen schneiden lassen.

Groessenvergleich der Broschuerenformate DIN A4, A5, DIN lang und A6
Die gängigen Broschürenformate maßstabsgetreu zueinander: DIN A4 als Standard, DIN lang als Taschenformat.

Die Seitenzahlen sind kein Wunschkonzert. Ein Bogen wird gefalzt, dadurch entstehen vier Seiten gleichzeitig, und deshalb gehen 8, 12, 16, 20 oder 24 Seiten auf, 22 dagegen nicht. Es ist wie beim Eierkarton: sechs oder zwölf funktionieren, sieben nicht.

Skala: heftbare Seitenzahlen sind Vielfache von vier, 22 Seiten gehen nicht auf
Heftbar sind nur Vielfache von vier. 22 Seiten sind der Klassiker unter den Planungsfehlern.

Wie streng diese Logik ist, zeigt ein Blick in die Druckvorstufe. „Ausschießen heißt, die Seiten auf der Montage oder auf der Druckform, oder auch auf dem Bildschirm so zu stellen, dass sie nach dem Drucken und Falzen in der richtigen Reihenfolge liegen.“ So steht es in der Lehrunterlage zur Druckweiterverarbeitung des Bundesverbandes Druck und Medien. Die Reihenfolge im Druck hat also nichts mit der Reihenfolge im Layoutprogramm zu tun. Eine vergessene Seite lässt sich deshalb nicht einfach hinten anhängen.

Bei der Bindung entscheidet der Umfang. Die Drahtheftung, auch Rückstichheftung genannt, klammert gefalzte Bogen im Bund und eignet sich für schlanke Hefte; sie setzt das Vielfache von vier voraus. Die Klebebindung braucht einen Rücken und damit genug Blattstärke, wirkt dafür wie ein kleines Buch. Die Spiralbindung ist im Umfang am freiesten und liegt flach auf, weshalb sie für Arbeitsunterlagen und Preislisten sinnvoll ist.

Erst der Umfang, dann die Bindung.

4. Schritt für Schritt: so entsteht eine individuelle Broschüre

4.1 Ziel und Zielgruppe festlegen

Am Anfang steht keine Gestaltungsfrage, sondern eine Verwendungsfrage: Wo wird die Broschüre übergeben, und was soll danach passieren? Ein Heft für die Messe darf anders aussehen als eines, das der Außendienst auf dem Tisch liegen lässt. Über den Erfolg Ihrer Broschüre entscheidet vor allem, ob sie genau auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten ist: Wenn deren Nutzen vorn steht statt der Firmengeschichte, ist der Text schon halb gerettet.

4.2 Inhalte sammeln und in eine Reihenfolge bringen

Jetzt werden Bilder und Texte zusammengetragen und auf Seiten verteilt, am besten als grobe Skizze auf Papier. Diese Skizze legt fest, wie viele Seiten es überhaupt werden, und sie verhindert die häufigste Panne: 30 Prozent zu viel Text für den geplanten Umfang. Mit eigenen Fotos wirkt ein Heft in der Regel glaubwürdiger als mit gekauften Motiven, sofern die Auflösung reicht.

4.3 Layout und Broschüren Design

Erst danach beginnt das Designen. Ein Grafikdesigner baut ein Raster, setzt Schriftarten und Farben aus dem Corporate Design ein und entwickelt das Cover, das wie ein Schaufenster arbeitet: Es entscheidet, ob überhaupt jemand anfängt zu durchblättern. Genau hier trennt sich ein austauschbares Vorlagen-Layout von einem individuellen Broschüren-Design. Dieselbe Systematik gilt online, deshalb ist es hilfreich, wenn Sie die Schriftwahl für den Auftritt schon einmal sauber dokumentiert haben.

Das Cover trägt den Rest.

4.4 Reinzeichnung und Druckdaten

In der Reinzeichnung wird aus dem Entwurf eine Produktionsdatei: Farbraum CMYK statt RGB, Bilder mit 300 dpi, Schriften eingebettet, 3 mm Beschnittzugabe an allen offenen Kanten, Export als druckfähiges PDF. Wie die Farben digital festlegen funktioniert, ist dabei nur die halbe Antwort, denn eine Druckfarbe verhält sich anders als ein Bildschirmwert.

Den Grund dafür nennt die Library of Congress in ihrer Beschreibung der PDF/X-Familie nach ISO 15930. Dort heißt es: „Some PDF/X conformance levels are intended to support complete or ‚blind‘ exchange of graphics files with all required elements within a single file. Auf Deutsch: Einige PDF/X-Stufen sind für den vollständigen oder „blinden“ Austausch von Grafikdateien gedacht, mit allen erforderlichen Elementen in einer einzigen Datei. Blind heißt hier: Die Druckerei muss nicht nachfragen. Zur Beschnittzugabe steht dort ebenso knapp: „If the bleed zone is defined, the BleedBox must be outside the printable area (the TrimBox)“. Übersetzt: Ist die Beschnittzone definiert, muss die BleedBox außerhalb der Schnittkante liegen.

Die drei Millimeter sind der Saum am Hosenbein: Später sieht sie niemand, ohne sie wird der Schnitt zum Glücksspiel.

4.5 Druckerei, Datencheck und Freigabe

Ob Sie bei einer Online-Druckerei oder bei einer Druckerei vor Ort drucken lassen, hängt vom Anspruch ab. Für kleine Auflagen ist der Digitaldruck das günstigere Druckverfahren, ab einigen hundert Exemplaren wird der Offsetdruck interessant. Ein Bilderdruckpapier von 135 g pro Quadratmeter im Innenteil und ein festerer Umschlag sind eine solide Standardwahl. Papierstärken beurteilt man am Muster besser als am Bildschirm. Vor der Freigabe prüft der Datencheck die Druckvorlage. Danach ist nichts mehr zu ändern.

Die Ghent Workgroup ist ein internationaler Zusammenschluss der Druckbranche. Sie beschreibt den Anspruch so: „This specification describes file setting and workflow processing requirements necessary to achieve the highest quality production and exchange efficiency of PDF files“. Auf Deutsch: Die Spezifikation beschreibt die Datei- und Workflow-Anforderungen für höchste Produktionsqualität und effizienten Austausch von PDF-Dateien. Genau dieser Punkt trennt eine Datei, die durchläuft, von einer Datei, die eine Woche kostet.

5. Was 14 Broschüren PDFs aus dem Netz über den Auftrag verraten

Für diesen Beitrag haben wir im August die Startseiten von 71 Unternehmens-Websites aus dem Hochsauerlandkreis abgerufen, ausgewählt über die öffentliche Liste zertifizierter Unternehmen der regionalen Wirtschaftsförderung, und nach verlinkten Broschüren oder Katalogen als PDF gesucht. 14 Dateien waren auswertbar. Geprüft haben wir drei objektive Merkmale: Seitenzahl durch vier teilbar, Dokumenttitel in den Metadaten gesetzt, Dateigröße höchstens 10 Megabyte.

Das Ergebnis: Bei 10 von 14 Dateien war die Seitenzahl durch vier teilbar. 10 von 14 blieben unter 10 Megabyte. Vier lagen darüber, die größte bei rund 50 Megabyte für einen Hauptkatalog mit 366 Seiten. Und einen Dokumenttitel trug keine einzige Datei. Zwei hatten stattdessen einen Platzhalter im Titelfeld, in einem Fall den internen Dateinamen aus dem Layoutprogramm.

Statistik-Callout: keine von 14 gepruefen Broschueren PDFs trug einen Dokumenttitel
Ergebnis der Stichprobe: Der Dokumenttitel fehlte in allen 14 Dateien.

Das ist eine kleine, nicht repräsentative Momentaufnahme, und die Zahlen sind kein Urteil über die Gestaltung. Eine Seitenzahl, die nicht durch vier teilbar ist, kann im Druck trotzdem aufgehen, weil Umschläge oft getrennt geliefert werden. Aussagekräftig ist das Muster. Was online liegt, ist in aller Regel die Druckdatei. Unverändert.

6. Unsere Position: Der Auftrag endet erst bei zwei Dateien

Die meisten Ratgeber und Anbieter beschreiben den Weg zur Broschüre als Kette, die mit der Druckabwicklung endet: Format wählen, gestalten lassen, druckfähiges PDF abgeben, Broschüren drucken. Aus unserer Sicht fehlt darin ein Schritt. Und zwar der, der heute die meisten Leser erreicht. Eine Broschüre wird zweimal ausgeliefert: gedruckt und als Download.

Die Druckdatei ist für diese zweite Aufgabe bewusst nicht gebaut. Sie trägt Beschnitt, arbeitet in CMYK und wird groß, weil Bilder in Druckauflösung eingebettet sind. Genau das beschreibt die PDF/X-Logik als Zweck: eine Datei für den Austausch mit der Druckerei. Eine 50 Megabyte große Datei im Netz ist dagegen wie ein Katalog, den man dem Interessenten in einer Umzugskiste vor die Tür stellt.

Unsere Position ist deshalb: Zum Auftrag „Broschüre erstellen lassen“ gehören zwei Ausgaben derselben Gestaltung. Die Druckfassung für die Druckerei und eine Web-Fassung mit reduzierter Bildauflösung, gesetztem Dokumenttitel und einer Größe, die auch mobil zumutbar ist. Von einem professionell gestalteten Heft erwarten Interessenten auch online eine handliche Datei. Beides entsteht in derselben Datei mit zwei Exportprofilen, der Aufwand liegt bei Minuten. In unseren Projekten sehen wir genau hier die Lücke, und die Stichprobe stützt das: kein einziger Dokumenttitel bei 14 geprüften Dateien.

Kurz zusammengefasst: Der Dokumenttitel ist die Überschrift, die im Browser-Tab und in Suchergebnissen erscheint. Fehlt er, zeigt die Datei den Dateinamen. Wer Broschüren und Kataloge zum Download anbietet, sollte diesen einen Eintrag setzen und die Web-Fassung getrennt exportieren; sonst arbeitet ein teuer gestaltetes Werbemittel online gegen sich selbst.

7. Häufige Fehler beim Broschüren gestalten lassen

  • Umfang zu spät festlegen: Erst schreiben, dann binden wollen. Wer die Seitenanzahl nicht vorher setzt, zahlt Leerseiten oder streicht am Ende gute Inhalte.
  • Zu viel über sich sprechen: Die Firmengeschichte auf Seite zwei ist der klassische Fehlstart. Der Nutzen gehört nach vorn.
  • Bildmaterial in Bildschirmauflösung: Was online scharf wirkt, wird gedruckt grob. 300 dpi sind die Grenze, unter der es sichtbar wird.
  • Kein Handlungsschritt am Ende: Eine Broschüre ohne klaren nächsten Schritt endet im Regal. Wie Sie einen Call to Action platzieren, gilt gedruckt genauso.
  • Nur eine Datei abnehmen: Ohne Web-Fassung landet die Druckdatei im Downloadbereich, mit allen Nachteilen.

8. Fazit

Wer Broschüren erstellen lassen will, entscheidet zuerst über Bauform, Format und Umfang, und erst danach über Bildsprache und Layout. Die Bogenarithmetik gibt den Rahmen, die Bindung folgt dem Umfang, die Druckdaten folgen der Bindung. Das klingt unspektakulär. Es verhindert aber die Rückfragen, die Projekte teuer machen.

Am Ende liegt ein Karton mit 16 gehefteten Seiten auf dem Besprechungstisch, das Papier fühlt sich fest an, das Cover schlägt nicht auf. Und im Downloadbereich der Website liegt dieselbe Broschüre als 2 Megabyte kleine Datei, die auf dem Handy in zwei Sekunden offen ist und im Tab den Firmennamen zeigt. Dann hat die Gestaltung zweimal gearbeitet und nicht nur einmal.

9. Anhang: Checkliste vor dem Auftrag

  • Bauform geklärt: Imagebroschüre, Produktbroschüre, Katalog oder Prospekt?
  • Format und Ausrichtung festgelegt, zum Beispiel DIN A4 im Hochformat.
  • Seitenanzahl als Vielfaches von vier geplant, Bindung dazu passend gewählt.
  • Bilder und Texte vollständig, Bildrechte und Auflösung geprüft.
  • Corporate Design vorhanden: Logo als Vektordatei, Farbwerte, Hausschrift.
  • Zahl der Korrekturschleifen und der Liefertermin schriftlich vereinbart.
  • Lieferumfang enthält Druckdaten, Web-Fassung und die offene Quelldatei.

Wenn Sie den gesamten Auftritt zusammen denken möchten, hilft ein Blick auf professionelles Webdesign und auf die Homepage-Erstellung, denn Print und Website teilen Farben, Schriften und Aussagen.

Sie möchten eine Broschüre erstellen lassen und vorher wissen, was sie kostet? Schreiben Sie uns, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden:

Datenschutzerklärung*

Häufige Fragen zum Broschüren erstellen lassen

Der Preis folgt dem Umfang: Seitenanzahl, Menge an Text und Bildmaterial, Zahl der Korrekturschleifen und ob ein Corporate Design vorliegt oder erst entsteht. Eine achtseitige Imagebroschüre auf Basis eines vorhandenen Designs ist deutlich günstiger als ein Katalog mit 48 Seiten und Produktfotografie. Wir arbeiten mit festen Festpreisen, die vor dem Start feststehen.

Bei gehefteten Broschüren ist die Seitenzahl immer ein Vielfaches von vier, weil ein gefalzter Bogen vier Seiten trägt. Üblich sind 8, 12, 16, 20 oder 24 Seiten. Imagebroschüren kommen meist mit 8 bis 24 Seiten aus, Kataloge beginnen häufig bei 48 Seiten und werden dann klebegebunden.

Die Imagebroschüre beantwortet die Frage, warum jemand mit Ihnen arbeiten sollte, und arbeitet mit wenigen starken Motiven. Die Produktbroschüre beantwortet, was genau Sie anbieten, und braucht Platz für Details, Maße und Varianten. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen ist die Kombination sinnvoll: ein schlankes Imageheft plus Produktblätter zum Nachlegen.

Der Umfang entscheidet. Schlanke Hefte erhalten eine Drahtheftung, auch Rückstichheftung genannt, die das Vielfache von vier voraussetzt. Dickere Broschüren und Kataloge brauchen einen Rücken und damit eine Klebebindung. Eine Spiralbindung ist im Umfang frei und liegt flach auf, was bei Preislisten und Arbeitsunterlagen praktisch ist.

Eingebettete Schriften, Bilder mit 300 dpi, Farbraum CMYK, 3 mm Beschnittzugabe an den offenen Kanten und definierte Seitenboxen für Schnitt und Beschnitt. Die PDF/X-Standards nach ISO 15930 fassen genau diese Anforderungen zusammen, damit die Druckerei ohne Rückfragen produzieren kann. Viele Druckereien prüfen die Datei zusätzlich in einem Datencheck.

Es gibt drei Wege: den Vorlagen-Editor einer Online-Druckerei, ein Grafikbüro oder eine Agentur mit eigener Gestaltung, oder einen freien Grafiker. Vorlagen sind günstig und schnell, liefern aber ein austauschbares Layout. Für hochwertige Broschüren mit eigenem Auftritt lohnt die individuelle Gestaltung, weil dabei Struktur, Bildkonzept und Druckdaten zusammen gedacht werden.

Ja, weil beide Medien unterschiedliche Momente bedienen. Die Website ist aktuell und jederzeit erreichbar, das gedruckte Heft bleibt im Termin liegen und lässt sich in Ruhe durchblättern; die Haptik von Papier trägt dabei mit. Sinnvoll ist die Kombination: dieselbe Gestaltung, ein gedrucktes Exemplar für die Hand und eine schlanke Web-Fassung zum Download.

Disclaimer: Alle genannten Formate, Umfänge und Zeitangaben sind Erfahrungswerte aus der Agentur-Praxis und Angaben der jeweils genannten Quellen. Sie können je nach Druckerei, Papier und Projektumfang abweichen. Die Stichprobe ist eine kleine Momentaufnahme und nicht repräsentativ.

Das könnte Sie auch interessieren